Bestattungsarten

Bestattungen Reutershagen, Lichtenhagen, Bad Doberan und Umgebung

Die Wahl der Bestattungsart ist eine elementare Entscheidung. Sie hängt von zahlreichen Faktoren ab, die die Hinterbliebenen oft nicht vollumfänglich überblicken können. Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen groben Überblick über die Bestattungsarten, die in Reutershagen, Lichtenhagen, Bad Doberan und Umgebung möglich oder von hier aus planbar sind. Optimal ist es, wenn man sich bereits vor Eintritt eines Trauerfalls im Rahmen einer Bestattungsvorsorge Gedanken macht. Wir beraten Sie hierzu.

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die traditionelle Form der Bestattung. Nach der Trauerfeier wird der Verstorbene in einem Holzsarg beigesetzt. Das Absenken des Sarges gilt für viele Angehörige als der bewusste Moment des endgültigen Abschieds. Die Grabstätte wird zu einem wichtigen Ort des Erinnerns und Trauerns und kann durch ihre individuelle Gestaltung Trost spenden.

Je nach Wunsch stehen verschiedene Grabarten zur Verfügung: das Erdwahlgrab für mehrere Särge und Urnen, das Erdreihengrab für eine einzelne Beisetzung sowie die anonyme Erdbestattung. Die gesetzliche Mindestruhezeit beträgt 20 Jahre. Während dieser Zeit wird die Grabpflege in der Regel von den Angehörigen übernommen. Bei Wahlgräbern kann die Nutzungszeit verlängert werden.

Feuerbestattung

Bereits vor ca. 3000 Jahren vor Christus wurden Leichen verbrannt. Der Seele sollte, dem Glauben nach, der Weg in das Totenreich frei gemacht werden. Später war die Feuerbestattung nicht nur verpönt, da sie als heidnischer Brauch galt, sie wurde unter Karl dem Großen gänzlich verboten. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts begann die Einäscherung wieder an Bedeutung zu gewinnen. Seit 1963 akzeptiert auch die katholische Kirche die Feuerbestattung.

Um eine Feuerbestattung durchführen zu können, muss der Verstorbene dieses zu Lebzeiten schriftlich niedergelegt haben. Liegt dieser Wunsch nicht schriftlich vor, können auch die Familienangehörigen diese Entscheidung treffen.

Seebestattung

Die Seebestattung ist längst nicht mehr nur Seeleuten vorbehalten. Viele Menschen mit einer besonderen Verbundenheit zum Meer entscheiden sich für diese Bestattungsform. Die Weite des Meeres als Sinnbild der Ewigkeit, das Gefühl von Freiheit und der ständige Wandel von Ebbe und Flut machen sie für viele besonders tröstlich.

Nach der Einäscherung wird die Asche in eine wasserlösliche Seeurne gefüllt und vom Kapitän auf hoher See beigesetzt. Die Zeremonie wird traditionell von maritimen Ritualen wie dem Läuten der Schiffsglocke und – bei ruhiger See – dem dreifachen Umfahren der Beisetzungsstelle begleitet. Blumenkränze sind nicht erlaubt, einzelne Blüten oder Blütenblätter können jedoch als letzter Gruß ins Meer gegeben werden. Die Angehörigen erhalten einen Logbuchauszug sowie eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzungsstelle.

Seebestattungen sind anonym oder im Beisein der Angehörigen möglich. Auf vielen Schiffen kann während der Ausfahrt eine persönliche Abschiedsfeier mit Musik stattfinden. Einige Reedereien bieten im Anschluss einen kleinen Imbiss sowie regelmäßige Erinnerungsfahrten zum Beisetzungsort an. Die Durchführung ist wetterabhängig und kann bei starkem Seegang verschoben werden.

Waldbestattung

Eine Waldbestattung setzt die Einäscherung des Verstorbenen voraus. Die Asche wird in einer biologisch abbaubaren Urne am Fuße eines Baumes beigesetzt. Auf Wunsch erinnert eine kleine Namensplakette am Baum an den Verstorbenen.

In der Rostocker Heide (Wiethagen) besteht seit 2006 die Möglichkeit einer Beisetzung im RuheForst. Das naturbelassene Waldgebiet bietet Einzel- oder Familiengrabstätten, die bereits zu Lebzeiten für 99 Jahre erworben werden können. Die Grabgestaltung übernimmt die Natur; Blumen oder andere Erinnerungsstücke sind nicht vorgesehen.
Vor der Beisetzung kann eine Trauerfeier in einer Friedhofskapelle oder an einem anderen Ort stattfinden. Alternativ ist auch eine Abschiedszeremonie am Andachtsplatz im RuheForst mit persönlichen Worten und musikalischer Begleitung möglich.

Diese Bestattungsform wird besonders von naturverbundenen Menschen geschätzt. Die Natur übernimmt die Grabpflege, und der Wald bietet den Angehörigen einen ruhigen Ort des Gedenkens und der Erinnerung.

Kristall- und Diamantbestattung

Aus der Asche wird ein Diamant. Der Diamant ist ein Symbol der Liebe, unvergänglich, einzigartig und schön.
Um einen solchen Erinnerungsdiamanten herstellen zu können, wird die Asche des Verstorbenen von uns an ein Labor (Algordanza) in der Schweiz geschickt. Aus einem Teil der Asche entsteht in einem speziellen Verfahren der Diamant.

Die verbleibende Asche kann auf Wunsch in der Schweiz beigesetzt werden. Natürlich ist es auch möglich, die Asche zurück senden zu lassen und hier auf einem Friedhof, auf See, im Kolumbarium oder im RuheForst® zu bestatten.

Ascheverstreuung

Auf einigen wenigen Friedhöfen, wie auf dem Westfriedhof in Rostock, ist es möglich, die Asche des Verstorbenen auf einer Wiese verstreuen zu lassen. Mit einer speziellen Streuurne wird die Asche von einem Angestellten des Friedhofes „auf die Wiese“ verstreut. Die Angehörigen können dieser Zeremonie beiwohnen. Das Betreten der Streuwiese ist jedoch nicht gestattet.

Diese Form der Beisetzung wird verhältnismäßig selten gewählt. Meist verbirgt sich hinter dem Wunsch, verstreut zu werden, die Vorstellung, schneller und direkter in den Kreislauf der Natur überzugehen oder auch die Abneigung gegen eine Beisetzung, bei der man unter der Erde seine letzte Ruhe findet.

Kolumbarium

Kolumbarien gehen bereits auf die römische frühchristliche Zeit zurück. In Wandnischen wird die Urne mit der Asche des Verstorbenen oberirdisch beigesetzt. Diese Nische wird mit einer Glasplatte verschlossen, so dass die Schmuckurne, in diesem Fall meistens mit dem Namen versehen, betrachtet werden kann. Die Angehörigen fühlen sich dem Verstorbenen näher, weil er nicht unter der Erde seine letzte Ruhe gefunden hat.

Auf dem Neuen Friedhof in Rostock wurde Ende 2008 ein Kolumbarium eröffnet. Dieses wurde bewusst modern gestaltet und erinnert an eine Pyramide. Die Urnen werden im Gebäudeinneren in Wandregalen beigesetzt. Die Nischen werden nach der Beisetzung für die Dauer der Ruhezeit mit einer Glasplatte verschlossen.

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